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Woran Sie erkennen, dass Ihre Webseite gehackt wurde

Viele Angriffe bleiben wochenlang unbemerkt, weil Angreifer möglichst unauffällig bleiben wollen. Diese Übersicht zeigt die häufigsten Signale und wie Sie selbst in wenigen Minuten prüfen, ob Handlungsbedarf besteht.

Signale, die Besucher sehen

Am deutlichsten sind Veränderungen, die Ihre Kunden direkt bemerken. Sie sind ernst zu nehmen, weil sie Vertrauen und Umsatz unmittelbar kosten.

  • Der Browser zeigt vor dem Aufruf eine rote Warnseite an.
  • Besucher landen auf Spam-, Glücksspiel- oder Phishing-Seiten, oft nur vom Handy aus.
  • Fremde Werbung, Pop-ups oder Banner erscheinen auf Ihren Seiten.
  • Das Kontaktformular verschickt Nachrichten, die Sie nie geschrieben haben.

Signale in Google

Suchmaschinen sehen oft mehr als Sie selbst, denn manche Schadcodes zeigen ihre Inhalte nur dem Google-Crawler.

  • In den Suchergebnissen stehen japanische oder chinesische Schriftzeichen unter Ihrem Firmennamen.
  • Google blendet den Hinweis ein, die Website sei möglicherweise gehackt.
  • Die Zahl der indexierten Seiten steigt plötzlich stark an.
  • In der Search Console erscheint ein Eintrag unter „Sicherheitsprobleme“.

Selbsttest in zwei Minuten

Geben Sie bei Google „site:ihre-domain.de“ ein und blättern Sie durch die Treffer. Tauchen Seiten auf, die Sie nicht kennen, etwa mit Produktnamen, Kreditangeboten oder fremden Sprachen, ist das ein starkes Indiz für eine Spam-Injektion.

Signale im Hintergrund

Einige Anzeichen sehen nur Sie oder Ihr Hoster. Sie treten häufig auf, bevor ein Hack öffentlich sichtbar wird.

  • Im Backend gibt es Administratoren, die niemand aus Ihrem Team angelegt hat.
  • Der Hoster meldet Malware, verdächtigen Mailversand oder sperrt das Paket.
  • Ihre ausgehenden E-Mails landen plötzlich beim Empfänger im Spam.
  • Die Seite wird ohne erkennbaren Grund deutlich langsamer oder die Serverlast steigt.

So prüfen Sie selbst

  • Seite in einem privaten Browserfenster und zusätzlich vom Handy über das Mobilfunknetz aufrufen.
  • Den Domainnamen im Transparenzbericht von Google Safe Browsing prüfen.
  • Liste der Benutzerkonten im Backend auf unbekannte Einträge durchsehen.
  • Im Hosting-Dateimanager nach kürzlich geänderten Dateien suchen.
  • Prüfen, ob Ihre installierte Version von bekannten Sicherheitslücken betroffen ist.

Wichtig

Löschen Sie beim Prüfen nichts. Jede veränderte Datei ist eine Spur, die bei der Suche nach der Einbruchstelle hilft.

Quellen und weiterführende Informationen