Wissen · Weiterleitung· 5 Min. Lesezeit
Ihre Webseite leitet Besucher auf fremde Seiten um
Kunden melden, dass sie auf einer dubiosen Gewinnspiel- oder Datingseite gelandet sind, Sie selbst können das aber nicht nachvollziehen. Das ist bei Weiterleitungs-Malware der Normalfall und kein Grund zur Entwarnung.
Warum die Umleitung nur manchmal passiert
Der Schadcode entscheidet bei jedem Aufruf, ob er zuschlägt. So bleibt er lange unentdeckt, denn der Betreiber ist meist eingeloggt, nutzt denselben Rechner und kommt nicht über Google.
- Eingeloggte Administratoren werden bewusst verschont.
- Umgeleitet wird oft nur beim ersten Besuch, danach merkt sich ein Cookie den Besucher.
- Viele Varianten greifen nur auf Smartphones oder nur nach einem Klick aus der Google-Suche.
- Manche Skripte laden die Zieladresse erst nachträglich von einem fremden Server.
So können Sie die Weiterleitung nachstellen
- Ein privates Browserfenster öffnen, ausgeloggt bleiben und die Seite über einen Google-Treffer aufrufen.
- Das Gleiche am Handy über das Mobilfunknetz statt über das Firmen-WLAN versuchen.
- Notieren, auf welcher Zieladresse Sie landen, und davon einen Screenshot machen.
Wo der Schadcode typischerweise sitzt
- In der .htaccess als Umleitungsregel, die nur für bestimmte Herkünfte gilt.
- Als eingeschleustes JavaScript im Theme, im Footer oder in einem Widget.
- In der Datenbank, etwa in der Einstellung für die Seitenadresse oder in Beitragsinhalten.
- In einem gefälschten Plugin, das in der Plugin-Liste gar nicht angezeigt wird.
Schnell handeln
Solange umgeleitet wird, schickt Ihre Domain Besucher auf betrügerische Seiten. Das kostet Vertrauen und führt früher oder später zu einer Warnung im Browser.