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Wissen · Spam bei Google· 6 Min. Lesezeit

Japanischer Keyword-Hack: Wenn Google fremde Seiten unter Ihrer Domain zeigt

Sie suchen nach Ihrer Firma und finden tausende Treffer mit japanischen Schriftzeichen, Markenuhren oder Handtaschen. Ihre eigene Seite sieht dabei völlig normal aus. Genau das macht diesen Hack so tückisch.

So funktioniert der Keyword-Hack

Der Schadcode erzeugt automatisch neue Adressen auf Ihrer Domain und füllt sie mit Werbetexten für gefälschte Ware. Normale Besucher bekommen davon nichts mit, denn die Seiten werden nur ausgeliefert, wenn der Google-Crawler anfragt. Fachleute nennen dieses Verstecken Cloaking.

  • Die Spam-Seiten liegen oft in zufällig benannten Ordnern oder werden komplett über eine manipulierte .htaccess erzeugt.
  • Häufig legt der Angreifer eine eigene Sitemap an, damit Google die Spam-Adressen besonders schnell findet.
  • Manche Varianten tragen den Angreifer zusätzlich als Inhaber in Ihrer Google Search Console ein.

So finden Sie den Befall

  • Bei Google nach „site:ihre-domain.de“ suchen und gezielt auf fremdsprachige Treffer achten.
  • In der Search Console unter „Nutzer und Berechtigungen“ nach unbekannten Inhabern schauen.
  • Im Seitenindexierungsbericht prüfen, ob die Zahl der bekannten Seiten sprunghaft gestiegen ist.
  • Eine der Spam-Adressen mit dem URL-Prüftool der Search Console abrufen: So sehen Sie, was Google angezeigt wird.

Warum Sie nichts sehen

Rufen Sie eine Spam-Adresse im Browser auf, landen Sie oft auf einer Fehlerseite oder Ihrer Startseite. Das ist kein Entwarnungszeichen, sondern genau das gewollte Versteckspiel.

Was zur Bereinigung gehört

Das Löschen einzelner Spam-Seiten bringt nichts, solange der Generator im System bleibt. Er sitzt meist in Core-Dateien, im Theme, in der .htaccess oder als geplante Aufgabe in der Datenbank.

  • Generator, Hintertüren und manipulierte Weiterleitungsregeln vollständig entfernen.
  • Fremde Inhaber aus der Search Console werfen und ihre Bestätigungsdateien löschen.
  • Dafür sorgen, dass alle Spam-Adressen den Status 404 oder 410 liefern.
  • Die echte Sitemap neu einreichen und eine Überprüfung beantragen, falls Google eine Sicherheitsmeldung zeigt.

Geduld bei Google

Auch nach einer sauberen Bereinigung verschwinden die Spam-Treffer erst nach und nach. Bei sehr vielen Adressen kann das mehrere Wochen dauern, eine Weiterleitung auf die Startseite verlängert es eher.

Quellen und weiterführende Informationen

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