Wissen · Vorbeugen· 6 Min. Lesezeit
So schützen Sie Ihre Webseite dauerhaft vor Angriffen
Die meisten Hacks, die wir bereinigen, wären mit ein paar festen Gewohnheiten vermeidbar gewesen. Diese Checkliste fasst zusammen, was in der Praxis den größten Unterschied macht.
Aktuell bleiben
- System, Erweiterungen und Theme mindestens monatlich aktualisieren, kritische Lücken sofort.
- Nicht genutzte Plugins, Module und Themes vollständig löschen statt nur deaktivieren.
- Erweiterungen meiden, die seit über einem Jahr kein Update mehr bekommen haben.
- Die PHP-Version beim Hoster auf einem Stand halten, der noch Sicherheitsupdates erhält.
Zugänge absichern
- Für jede Person ein eigenes Konto anlegen und Administratorrechte nur vergeben, wo sie nötig sind.
- Zwei-Faktor-Anmeldung für alle Konten mit Schreibrechten aktivieren.
- Alte Zugänge von Agenturen, Praktikanten oder Dienstleistern regelmäßig entfernen.
- FTP durch SFTP ersetzen und Passwörter nie unverschlüsselt per Mail verschicken.
Sicherheitsnetz einziehen
- Tägliche Backups außerhalb des eigenen Servers aufbewahren und das Zurückspielen testen.
- Eine Web Application Firewall vor die Seite schalten, beim Hoster, per CDN oder als Plugin.
- Dateiänderungen überwachen lassen, damit ein Befall nach Stunden statt nach Wochen auffällt.
- Die Search Console einrichten, damit Sicherheitsmeldungen von Google sofort bei Ihnen ankommen.
Abkürzung
Wer sich darum nicht selbst kümmern möchte, gibt die Seite in eine laufende Wartung. Dann erledigen Fachleute Updates, Backups und Überwachung, und im Ernstfall ist jemand da, der das System bereits kennt.